Buchauszug aus Volkswirtschaftslehre für Dummies - zuletzt aktualisiert: 02/11/2007 09:37 -
Bücher zur Webseite: "Falsch globalisiert (Mai 2006)
und "Deutschland global" (2005)
Kapitel 4: Wenn der Preis nicht mehr stimmt: Spekulanten und einige Notenbanken verfälschen die Marktwirtschaft
Nach den hehren Gesetzen der Marktwirtschaft, wird der Preis allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. So schrieb mir ein Professor der Volkswirtschaft kürzlich und augenzwinkernd: "Der katholische Kathechismus, den wir in der Schule gnadenlos durchgehen mußten, hat eine klaren Aufbau. Ganz am Anfang steht die Offenbarung. Wer diesen zentralen Satz schluckt, wird dann Schritt für Schritt erfahren, was er für richtig zu halten hat. Analog zum Kathechismus verhält es sich in der Neoklassik: Das Wichtigste, das zu allererst zu schlucken ist, ist die axiomatische Annahme, daß der Markt an sich dazu neigt, sich selbt zu regulieren und zum Gleichgewicht zu finden. Wenn dieses Axiom akzeptiert wird, ist der Weg frei für weitere "wenn, dann" Überlegungen, so schlüssig wie die Sätze im Kathechismus nach den ersten Datz von der Offenbarung. Seien Sie gesegnet mit dem Standard-Kreuz von Angebot und Nachfrage!".
Leider muß man sich um das Marktgleichgewicht gerade im Herbst 2007 angesichts der enormen weltweiten Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen und Währungen und angesichts der weltweiten Kreditkrise sorgenvolle Gedanken machen. Was in der neoklassischen Glaubenslehre von Angebot und Nachfrage nicht drin ist, macht jetzt viele Märkte kaputt, nämlich die explosive Nachfragemacht der Spekulanten einerseits und die Rolle der Notenbanken, wenn es um den Liquiditätsbedarf der Spekulanten und die Beeinflussung der Währungskurse geht, andererseits.
Die Spekulanten beherrschen die Märkte
Das Klagelied über die Spekulanten ist sicher so alt, wie es Märkte gibt, die sie beeinflussen können. Doch nie war ihre Nachfragemacht so groß und das Spektrum ihrer Aktivitäten so breit wie heute. Die Nachfragemacht kommt aus der immer ungleicheren Einkommensverteilung um den Globus herum (Abb. 13351), die immer mehr Kapital bei einer kleinen Schicht von Wohlhabenden und Besserverdienern landen läßt, bis zu den zahlreichen Dollar-Milliardären in Indien und China. Die können es dann nicht mehr wie normale Menschen täglich konsumieren, sondern tragen es ins Kasino der internationalen Finanzmärkte. Zu den besonders süchtigen Spielern gehören viele Banken, die sich einbilden eine Risikokontrolle zu haben, aber in der Kreditkrise nun ohne Kleider sind. Selbst die Unternehmen, die eigentlich ihre Gewinne investieren sollten, bevorzugen zu großen Teilen das Einkommen aus dem Kasino. So stammten die amerikanischen Unternehmensgewinne bereits 2004 zu nicht weniger als 40% nicht aus dem Umsatz, sondern von Anlagen am Kapitalmarkt.

Die modernen Finanzmärkte sind die "neuen Hüte" der Globalisierung, was einige Gestrige in Deutschland immer noch nicht wahrhaben wollen. Gewettet wird vorwärts auf alles, was sich bewegen kann, vom Ölpreis bis zu den minderwertigen amerikanischen Hypotheken und den dazugehörigen Finanzpapieren. Für die Großanleger sind die Hedgefonds entstanden, die ihnen den eigenen Gang ins Kasion abnehmen. Das Spielgeld haben die Investmentbanken in immer neuen Finanzpapieren, den sogenannten Derivativen, erzeugt. Deren Volumen ist inzwischen dramatisch größer als der gesamte weltweite Warenverkehr.
Statt über Angebot und Nachfrage Marktgleichgewicht zu erzeugen und so der neoklassischen Glaubenslehre zu entspechen, produzieren die Spekulanten pausenlos Blasen. Die platzen dann und reduzieren die künstlichen Gewinne wieder auf Normalmaß, denn echte Werte werden im Kasino ohnehin nicht geschaffen. Allerdings gibt es, wie in jedem normalen Kasino, auch echte Verlierer. Das sind in diesem Fall vor allem Arbeitnehmer, deren Rentenfonds leiden, oder deren Arbeitsplätze in der Krise verloren gehen. Der schöne Begriff für letzteres heißt kreative Destruktivität. Zu den Verlierern gehören auch die Verbraucher, wenn die Notenbanken den Blick von der Inflation nehmen, um mit viel zusätzlicher Liquidität den Spekulanten zu helfen, wie jetzt wieder. Und natürlich leiden unter der derzeitigen Subprime-Hypothekenkrise ein paar Millionen Privathaushalte in USA, von denen ein großer Teil nie die Hypotheken hätte aufgeschwatzt bekommen dürfen. Dabei trifft es die armen Haushalte am meisten.
Andererseits haben die Vorstände allein der acht Investmentbanken, die die Hauptdarsteller in der Kreditkrise sind und zusammen schon 22 Mrd Dollar abgeschrieben und damit verbrannt haben, ihre dicken Gehälter kassiert und behalten, die sie mit den Scheingewinnen begründet hatten. Die Deutsche Bank hat beispielsweise 3,2 Mrd Dollar verbrannt, doch Ackermann hat seine 13 Mio Euro behalten. Der Chef von Merril Lynch mit Abschreibungen von bisher 8 Mrd Dollar mußte zwar seine Koffer packen, doch legte man ihm noch schnell 160 Mio Dollar in dieselben. So gerecht geht es in der neoliberal globalisierten Welt zu!
Die Größe des Kasinos
Hier noch etwas Anschauungsmaterial zur gigantischen Größe des Kasinos und seines Spielgeldes. Die letzten Kapitalverkehrskontrollen wurden erst Anfang des letzten Jahrzehnts abgebaut, bei Frankreich und Italien in 1990 sowie Spanien und Portugal in 1992. Die meisten Entwicklungsländer haben unter dem Druck von Internationalem Währungsfond und Weltbank ebenfalls ihre Kontrollen aufgeben müssen. Seitdem ist der Zugang zum globalen Finanzkasino fast überall frei. Prompt sind die Kapitalströme über die Grenzen immer weiter explodiert, vor allem dank eines gigantischen Ausmaßes an spekulativen Bewegungen, die weit über den Bedarf des internationalen Warenverkehrs hinausgehen (siehe Abb. 03035). Termingeschäfte und Terminbörsen haben eine völlig andere Dimension angenommen als in den "alten Zeiten". Schon wegen der riesigen flottierenden Geldmengen und der blitzschnellen computer- und internetgestützten Kommunikation zwischen verschiedenen Märkten ist die Krisenneigung der hochspekulativen Kapitalmärkte erheblich gewachsen.
Der globale Währungshandel, ein Hauptfeld der Spekulation, hat mit etwa 1.900 Mrd US$ pro Tag einen neuen Rekord erreicht. Um die kaum vorstellbare Größenordnung wenigstens etwas zu verdeutlichen: Das entspricht auf Tagesbasis dem 78-Fachen des weltweiten Warenverkehrs oder dem 260-Fachen des Bruttoinlandsprodukts Deutschlands oder dem 630-Fachen aller Bruttolöhne und -Gehälter in Deutschland.
Der Umsatz an spekulativen Finanzpapieren in Form von Derivativen an den Terminbörsen hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt und erreicht ein durchschnittliches Tagesvolumen von fast vier Mrd US$ oder mehr als das Tausendfache aller täglichen Bruttolöhne und -Gehälter in Deutschland. Dabei sprang der Betrag aller ausstehenden "Terminwetten" im im zweiten Halbjahr 2006 fast um ein Viertel auf 415 Billionen Dollar. Zum Vergleich: die gesamte Wirtschaftsleistung der USA pro Jahr beträgt etwa 13 Billionen US Dollar (Abb. 13115). Der ausstehende Wert von Swaps in Zinssätzen und Währungen sowie Zinsoptionen z.B. hat nach einem Anstieg auf das 83-Fache seit 1990 inzwischen die Höhe des Sechsfachen des Weltsozialprodukts erreicht (Abb. 03600).

Diese Verträge werden meistens "over the counter" zwischen Banken gehandelt und sind daher schwer zu kontrollieren. 56 % davon waren Wetten auf Zinsentwicklungen, 10 % auf Währungsentwicklungen. Selbst wenn die Derivative saldiert werden, indem neue auf ältere verrechnet werden, ergibt sich immer noch ein Betrag etwa in der Größenordnung der gesamten amerikanischen Wirtschaftsleistung eines Jahres.
Der IWF hat vorgeführt, wie - Dank technologischer Innovationen und einer starken Erhöhung der Sparraten - die grenzüberschreitenden Kapitalströme "dramatisch" (in den Worten des IWF) globalisiert wurden. Die totalen Ströme, einschließlich Krediten, Portofolio-Anlagen und Direktinvestitionen kamen 2005 auf 6 Billionen Dollar oder fast 15 % des Weltsozialprodukts (Abb. 12406).

Dabei führen die Industrieländer Westeuropas, unterstützt von der Einführung des Euro, die Expansion der Kapitalströme an (Abb. 12408). Hohe Beträge flossen vor allem in die neuen Beitrittsländer der EU. Stark gestiegen sind auch die deutschen Auslandsanlagen, die in den 70er Jahren noch absolut unbedeutet waren.

Neue Spieler im Kasino
Parallel dazu kamen völlig neue Spieler ins Geschäft: Hegefonds und Private Equity Unternehmen, deren Finanzmasse enorm angeschwollen ist, nicht zuletzt wegen der Massierung des Reichtums und der zunehmenden Verlagerung der Altersversorgung von staatlichen Systemen auf private Pensionsfonds, die nun hier profitable Anlagen suchen. Beide Investorengruppen verfolgen sehr kurzfristige Kapitalverwertungshorizonte, sofern sie Unternehmen aufkaufen oder sich daran beteiligen, und arbeiten mit einer hohen Hebelwirkung von zusätzlich aufgenommenen Krediten, mit denen sie ihr Eigenkapital strecken, bis zum Verhältnis von 1 zu 6, und so die Spekulationswirkung erheblich verstärken. Dabei haben die Aufsichtssysteme hier auf eine Regulierung und die Schaffung eines Minimums an Transparenz verzichtet. Das von Hedgefonds verwaltete Vermögen ist in den letzten Jahren steil auf mehr als 1,3 Billionen Dollar angewachsen (Abb. 03464). Es ist das 1,5-fache aller in Deutschland im Laufe eines Jahres gezahlter Löhne und Gehälter.

Mit 723 Mrd US$ haben die buy-out-Heuschrecken in 2006 einen neuen Investitionsrekord aufgestellt. Das ist der doppelte Wert von 2005 und das Zwanzigfache von 1996. Wenn etwas den stürmischen globalen Vormarsch des Finanzkapitalismus beschreiben kann, dann ist es diese Entwicklung. Europa war mit 38 % der zweitwichtigste Markt nach den USA (Abb. 03461).

Neues und meist falsches Spielgeld im Kasino
Der Oberbegriff für einen großen Teil der neuen Finanzinstrumente heißt "Structured Investment Vehicles", kurz "SIV", wofür es nicht einmal eine deutsche Bezeichnung gibt. Das ist eine Finanzindustrie, die mit einem Geschäftsmodell nach dem Motto "aus kurz mach lang" arbeitet. So finanziert sie höher verzinste langfristige Investitionen, z.B. in Hypotheken oder Unternehmenskredite, mit kurzfristigen und niedriger verzinsten Schulden und verdient an der Zins-Differenz. Auf der Investitionsseite gibt es eine Vielzahl von solchen höherverzinsten Anlagen, von den Collaterized Credit Obligations oder CDOs (Schuldpapiere mit Pfandsicherung) bis zu Kreditkarten, Stundentendarlehen, Darlehen für den Autokauf und Schuldpapieren mit Sicherung durch Unternehmenswerte (Abb. 03671).

Unter den SIV befinden sich jährliche Ausgaben von allein in 2006 etwa 2,7 Billionen Dollar an CDOs. Das sind Wertpapiere, bei denen die Tilgungszahlungen aus den Einnahmen eines Portefeuilles von Kredit- und Anleiheforderungen geleistet werden, oft in der Form der Asset Backed Securities (ABS). Das Ziel von ABS ist dabei, bisher nicht liquide Vermögensgegenstände in festverzinsliche, handelbare Wertpapiere umzuwandeln. Hierbei werden bestimmte Finanzaktiva eines Unternehmens in einen Forderungspool eingebracht, der treuhänderisch von einer Finanzierungsgesellschaft verwaltet wird. CDOs sind praktisch erst in den letzten drei Jahren in größerer Zahl entstanden und werden zur Finanzierung besonders riskanter Anlagen, wie in Wohneigentum oder riskante Unternehmen, mit höheren als den normalen Zinssätzen ausgegeben.
Beim Schneidern der CDOs sind die Investmentbanken besonders raffiniert vorgegangen, um die Spekulation zu fördern. Sie haben sie zerstückelt und in sehr unterschiedliche Qualitäten neuen Derivativ-Papieren beigemischt. Die wurden dann international an Hedgefonds und Banken, auch an deutsche Banken, verkauft. Die Banken ihrerseits wollten diese Papiere nicht in den eigenen Bilanzen halten, wo sie die an der Kapitaldecke orientierten Spielräume für die normale Kreditgewährung verengt hätten, und haben sie in eigene Ableger eingebracht. Die wurden dann auch nicht von der Kreditaufsicht kontrolliert.
Keiner weiß heute trotz erster massiver Abschreibungen, wo die international gehandelten Risiken aus diesen CDOs wirklich gelandet sind. In der Angst vor dem Risiko leiden jetzt vor allem die Aktienkurse internationaler Großbanken. Und die Krise ist längst noch nicht zu Ende. Der Markt minderwertiger Hypotheken ist riesengroß und wird allein für die USA auf 1,8 bis 2,0 Billionen Dollar - ein astronomischer Betrag - geschätzt. Jetzt befinden sich die Preise dafür in freiem Fall (Abb. 03681). Nun, wo angesichts der Flucht in sicherere Anlagen die Zinsen für solche Kredite enorm gestiegen sind, wird die Unternehmensfinanzierung von der Krise angesteckt. Auch hier ist das Kreditrisiko in den letzten Jahren stark gewachsen, ohne daß die Käufer der entsprechenden hochspekulativen Papiere abgeschreckt worden wären. So stieg der Anteil von mit Grad "B" oder niedriger bewerteten amerikanischen Unternehmenskrediten von einem Fünftel in 1997 auf ein Drittel in diesem Jahr (Abb. 03675).


Funny Money
Im Englischen gibt es den schönen Begriff "funny money", um das Kunstgeld zu beschreiben, daß in den letzten Jahren massiv als Liquidität in die internationalen Finanzmärkte gepumpt wurde. Man muß sich das als umgekippte Pyramide vorstellen. Dann sieht es etwa so aus (Abb. 03692).

Das "echte" Geld, oder englisch "cash" beträgt nur etwa 1 % der Gesamtliquidität. M3-Geld, das noch einigermaßen "echt" ist, kommt auf weitere 9 % und wird von den Notenbanken als Indikator für deren Geldpolitik benutzt. Es besteht in der Definition der Bundesbank aus Bargeldumlauf, Sichteinlagen, Termineinlagen bis zu 4 Jahren Fälligkeit und Spareinlagen mit gesetzlicher dreimonatiger Kündigungsfrist. Der Rest von 90 % sind geldschöpfende Anleihen und vor allem Wett-Geld in Form der schon erwähten unendlich vielen Derivative, mit denen an den Terminbörsen auf alles Mögliche gewettet wird.
Die Fed hat im März vergangenen Jahres die Berichterstattung über das amerikanische M3-Geld eingestellt, so daß man hier seitdem im Dunkeln tappt.
Notenbanken unter und mit den Spekulanten
Die Notenbanken, vor allem aus USA, China und Japan, haben zu den riesigen Ungleichgewichten in der Weltwirtschaft, die nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun haben, erheblich beigetragen. Die USA sind zum größten Kapitalimporteur und Schuldnerland der Welt geworden. Das kommt vor allem von der hohen Verschuldung der privaten US-Haushalte (Abb. 03469) mit dem starken Einbruch der Sparquote (Abb. 12043) sowie der stark negativen amerikanischen Handelsbilanz (Abb. 0302). Die amerikanische Fed hat wenig dazu beigetragen, um diese dramatische Entwicklung über die Geld- und Währungspolitik rechtzeitig zu verhindern. Jetzt befindet sich der Dollar so ziemlich im freien Fall (Abb. 13118).



Andererseits hat China mit steil expandierendem Export die größten Devisenreserven der Welt aufgebaut (Abb. 08001). Dabei manipuliert die chinesische Notenbank den Wechselkurs des Renmimbi in der Nähe des Dollars, so daß trotz der riesigen chinesischen Überschüsse die Währung erheblich unterbewertet ist und auch gegenüber dem Euro noch abgewertet hat.

Die japanische Notenbank hält den Zins seit Jahren auf oder nahe null. In der Folge hat sich der sogenannte "carry trade" entwickelt, mit dem Japaner die Yen in ausländische Währungen tauschen, um sie im Ausland zinsgünstiger anzulegen. Beides trägt zu einer erheblichen marktverzerrenden Unterbewertung des japanischen Yen bei.
Auch in der derzeitigen Kreditkrise spielen die Notenbanken ein fragwürdiges Spiel an der Seite der Spekulanten.Sie haben - ebenso wenig wie die Bankenaufsicht - die Kreditkrise kommen sehen, zumal sie die vielen Ableger, die Banken außerhalb der Aufsicht für die Spekulation mit minderwertigen Papieren geschaffen haben, nicht kontrollieren und schon gar nicht die Hedgefonds, die viele dieser Papiere gekauft haben. Dabei wurde mit diesen Papieren nach dem Modell "aus kurz mach lang" ständig Liquidität in gewaltigem Umfang geschaffen. Nun, nachdem die Banken über ihre Ableger angebrannt sind und sie die Liquidität verbrannt haben, sind die Notenbanken den Spekulanten mit Riesenbeträgen an Ersatz-Liquidität entgegengekommen und haben im Fall der Fed die Zinsen gesenkt, bzw. haben sie trotz anspringender Inflation im Fall der EZB niedrig gehalten.
Fazit für Dummies:
Daß Angebot und Nachfrage für das Gleichgewicht der Märkte sorgen, mag eine Religion sein.
In der Realitäten wird dieses Spiel von der Spekulation und ihren Blasen immer wieder verfälscht. Die Globalisierung hat hier total neue Hüte aufgesetzt. Die Opfer, die im Schatten stehen, sieht man dabei - frei nach Brecht - nicht.
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Hinweis auf mein neues Buch: Falsch globalisiert, 232 Seiten, 250 Abbildungen, € 14,80
- ist im Mai im vsa-Verlag als Taschenbuch erschienen (ISBN 3-89965-193-6). Das Buch greift 30 der wichtigsten Schwerpunkte in
aktualisierter Form auf. Neue Rezension in FR. 16 wichtigste Schaubilder hier stets aktualisiert (auch Korrekturen).
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